erwachsen

"Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein Kind, überlegte wie ein Kind. Als ich aber erwachsen war, hatte ich das Wesen des Kindes abgelegt." (1 Kor 13:11)

Entwicklung drückt sich aus in unterschiedlicher Wahrnehmung und Ausdrucksfähigkeit verschiedener Altersgruppen. Kinder nehmen die Welt anders wahr als Erwachsene - das ist ohne Wertung zunächst festzustellen.

Viele Menschen sprechen fast leichtfertig von einem "Kinderglauben", den sie sich bewahrt hätten. Das ist schön, wenn damit jene kindliche Unbefangenheit und Arglosigkeit gemeint ist, von der Jesus spricht: "seid klug wie die Schlangen und arglos wie die Tauben." (Mt 10:16)

Doch oft genug drückt sich damit eine Gottesvorstellung aus, die sich einer Weiter-Entwicklung verweigert hat. Gott wird mit den Augen eines Kindes wahrgenommen, obwohl der gläubige Mensch erwachsen ist und eine andere Denk- und Fühlqualität hat - der Kinderglaube lähmt und blockiert ihn und führt in eine Sackgasse, die dann zu einer grundlegenden Aufkündigung der Gottesbeziehung führt - enttäuscht wendet sich der Mensch von Gott und der Suche nach Gott ab - der kindliche Wunscherfüllungsgott versagt - doch eigentlich liegt da lediglich ein Missverständnis vor. Wo der erwachsene Mensch die Kenntnis etwa der physikalischen Gesetze weiter geblidet und entwickelt hat, verharrt er im Blick auf die Frage nach Gott auf einer frühkindlichen Stufe.

Die Begleitung Erwachsener kann erfolgen in der