Biblisches

Die Bibel hält uns den Spiegel vor - sie legt uns Verhaltensweisen nahe - sie schenkt uns Deutungen für unser Leben. Jeden Monat finden in den Altenheimen (Furtwangen: "St. Cyriak - Wohnen und Pflege" und Vöhrenbach: "Sozialkonzept Luisenhof"). Dabei werden Monatsspruch und ein dazu mehr oder weniger passendes Bild auf ein Kärtchen gedruckt - die Ansprache bezieht sich dann auf beides und damit werden hoffentlich Impulse und Hoffnungszeichen gesetzt.

Die biblischen Texte helfen, menschliches Leben zu deuten.


57 - Juni 2017


Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.

Apostelgeschichte 5,29

 

Wem gehorchen wir?

Welche Sachzwänge fordern Gehorsam?

Auf dem Bild sehen wir Kardinäle, Bischöfe
und weltliche Kleriker, die dem Papst Gehorsam leisten.

 Wer darf wem befehlen?

Und wenn der Herrscher Hitler heißt?

Gibt es ein Widerstandsrecht?

Dürfen Christenmenschen nein sagen,
wenn sie wahrnehmen, dass Unrecht geschieht?

"Ein Christenmensch ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan. Ein Christenmensch ist ein dienstbarer Knecht aller Dinge und jedermann untertan."
[Martin Luther]


56 - Mai 2017

Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt.
Kolosser 4,6
 

Im Kontext lautet der Monatsspruch so:
„Verhaltet euch weise gegenüber denen, die draußen sind,
und kauft die Zeit aus.
Eure Rede sei allezeit wohlklingend und mit Salz gewürzt,
dass ihr wisst, wie ihr einem jeden antworten sollt.“

Auf dem Bild sehen wir eine Uhr,
einen Geldschein und einen Salzstreuer

Weise sein – was heißt das?
Sind ältere Menschen allein durch ihr Alter schon weise?
Und: gibt es auch junge Weise?

Wer sind die draußen? Wer sind die drin?
Wir gegen alle anderen - die im Altenheim und die draußen?

Die Zeit auskaufen?
Haben wir Frieden geschlossen mit unserem Leben?
Was gäbe es noch zu regeln?

Wohlklingende Rede - und wenn ich so richtig sauer bin?

Salz der Erde sein - und wenn mein Alltag doch so fade ist?


55 - April 2017

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier,
er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6

 

Ostern ist noch weit - Jesus selbst hat ANgst

Jesus bittet, die Jünger, mit ihm wach zu bleiben.

Die Jünger schlafen alle ein.

Offenbar muss Jesus alleine durch diese schlimme Sache.

Jesus betet und fleht den Vater an,
er solle den Kelch an ihm vorüber gehen lassen.
Aber der Kelch geht eben nicht an ihm vorüber.

 

Das Bild zeigt die Ölberg-Kapelle hinter der St.Cyriak-Pfarrkirche,
unten, wenn man aus dem Altenheim-Tunnel kommt. 


54 - März 2017

Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen
und die Alten ehren
und sollst dich fürchten
vor deinem Gott; ich bin der HERR.

Leviticus 19,32

 

Auf dem Kärtchen sieht man eine feuerrote Haarpracht –
vor blauem Hintergrund.
Dieses Bild wurde beim Fasnetball der Turner
in der Furtwanger Festhalle aufgenommen –
der blaue Hintergrund ist die Bühne,
unter der feuerroten Perücke steckt der Bürgermeister.

Fasnet macht viel Spaß und es gibt viel albernen Unsinn -
doch gibt es einen sehr ernsten Hintergrund -
nicht nur, dass die nahe Fasten- und Bußzeit ihre Schatten vorauswirft:

Das Anliegen des heutigen Bibelwortes verbindet sich
mit dem ursprünglichen Anliegen des Karnevals:
Da geht es um die Stärkung der Armen
und am meisten Unterdrückten in der Gesellschaft:

Das sind die Alten und die Fremden.

Unser Text nimmt uns dabei mit in die Haut des andern:
Wir sollen uns hineinversetzen in die Situation der Fremden:
„Ihr selbst – so heißt es – wart selber doch unterdrückte
Fremdlinge in Ägypten – versetzt euch da mal wieder hinein.
Und dann werdet Ihr merken:
Das ist nicht so angenehm,
irgendwo fremd zu sein und
gilt dieses Fremdsein nicht auch für die Alten in der Gesellschaft?
Werden sie nicht auch ausgegrenzt?

 
53 - Februar 2017

Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes:
Friede diesem Haus!
Lukas 10,5

 

Der Monatsspruch im Kontext lautet:
„Nehmt keinen Geldbeutel mit, keine Vorratstasche und keine Schuhe!
Grüßt niemand unterwegs!
Wenn ihr in ein Haus kommt, so sagt als erstes: Friede diesem Haus! Und wenn dort ein Mann des Friedens wohnt, wird der Friede,
den ihr ihm wünscht, auf ihm ruhen;
andernfalls wird er zu euch zurückkehren.“

Auf dem Kärtchen ist gar kein Haus zu sehen.
Jesus sendet seine Jünger aus, in eine Welt ohne Bleibe.
Die Menschen, die sie besuchen sollen,
wohnen in Häusern, sie sind sesshaft,
doch die Jünger Jesu sind unbehaust,
sie haben keinen festen Wohnsitz.

Auf dem Bild sehen wir Äste, klirrend kalt, vereist, voller Schnee, aufgenommen im letzten Jahr an der Neueck.
Mitten drin habe ich die Friedenstaube gesetzt mit dem Ölzweig.

Mit dieser Friedensbotschaft gehen die Jünger Jesu hinaus
in eine kalte und eisige Welt.
In der Bibelstelle um den Monatsspruch klingt das deutlich an.
Im Vers vor unserem Ausschnitt sagt Jesus seinen Jüngern,
dass sie mit ihrer Friedensbotschaft wehrlos ausgeliefert sein werden
dieser abweisenden Welt:
„Geht! Ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wölfe.“

Wir heutigen Christen haben diese Friedenbotschaft
anders gehört und erfahren.
Es kamen keine Wanderprediger zu uns und
wir haben sie nicht in unsere Häuser aufgenommen.
Doch die radikale Botschaft Jesu lebt trotzdem weiter.

Wir sollen in unseren Häusern –
also auch hier in unserem Zimmer,
unserer Wohnung im Luisenhof / St.Cyriak
Frieden haben und zwar den Frieden Gottes,
den wir uns nicht selber schenken können,
den wir aber miteinander teilen können.


52 - Januar 2017

Auf dein Wort will ich die Netze auswerfen.
Lukas 5,5

 

Zu Beginn eines neuen Jahres wünschen Menschen einander
und sich selber alles Gute und viel Glück. Auf dem Kärtchen: Zylinder und Würfelbecher!
So ein Zylinder ist ein Glückssymbol und die Würfel sind es auch.

So hoffen wir auf ein gutes und gesegnetes neues Jahr
und wir wissen doch nicht, wie es werden wird.
Auch das letzte Jahr haben wir so begonnen
und darauf gehofft, dass alles gut wird.
Für viele war es kein gutes Jahr.
Für andere war es ein gutes Jahr.

Wie ist es bei  uns hier im Raum?
Zu Beginn des neuen Jahres denken wir über so etwas nach.
Und es gibt sicher manches,
was uns im vergangenen Jahr traurig macht.
Anderes macht uns froh.

Wie zuversichtlich gehen wir ins neue Jahr?
Haben wir eine Hoffnung, die uns trägt?
Was gibt uns Halt? Was lässt uns auf die Zukunft vertrauen?

Unser Monatsspruch mitten aus dem kleinen Gespräch zwischen Jesus und Petrus gibt einen Hinweis.

Petrus vertraut dem Wort Jesu - sozusagen auf gut Glück.
Er und seine Kollegen sollen ihre Netze auswerfen.
Und das, obwohl es aller Berufserfahrung widerspricht.
Denn am Morgen wird es warm und
eigentlich sind gar keine Fisch zum Fangen in Reichweite.
Die Nacht über schon hatten sie nichts gefangen –
und jetzt soll das funktionieren.

Und sie werfen ihre Netze aus und haben einen ganz großen Erfolg,
fangen so viel, dass die Netze schon reißen.

Das heißt für uns heute ganz konkret:
Vertraut Jesus, gebt nicht auf,
werft eure Netze aus,
das will sagen: Vertraut Gott und seinem Wort!

 
51 - Dezember 2016

Meine Seele wartet auf den Herrn mehr als die Wächter

auf den Morgen.
Psalm 130,6
 

50 - November 2016

Umso fester haben wir das prophetische Wort, und ihr tut

gut daran, dass ihr darauf achtet als auf ein Licht, das da
scheint an einem dunklen Ort, bis der Tag anbreche und der
Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
2.Petrus 1,19
 

49 - Oktober 2016

Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist Freiheit.
2.Korinther 3,17
 

48 - September 2016
 
Gott spricht: Ich habe dich je und je geliebt,
darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.
Jeremia 31,3
 

47 - August 2016

Habt Salz in euch und haltet Frieden untereinander!
Markus 9,50
 

46 - Juli 2016

Der Herr gab zur Antwort: Ich will meine ganze Schönheit
vor dir vorüberziehen lassen und den Namen des Herrn vor
dir ausrufen. Ich gewähre Gnade, wem ich will, und ich
schenke Erbarmen, wem ich will.
Exodus 33,19
 

45 - Juni 2016

Meine Stärke und mein Lied ist der Herr, er ist für mich
zum Retter geworden.
Exodus 15,2
 
 
44 - Mai 2016

Wisst ihr nicht, dass euer Leib ein Tempel des Heiligen
Geistes ist, der in euch wohnt und den ihr von Gott habt?
Ihr gehört nicht euch selbst.
1.Korinther 6,19
   

43 - April 2016
 
Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche
Priesterschaft, das heilige Volk, das Volk des Eigentums,
dass ihr verkündigen sollt die Wohltaten dessen, der euch
berufen hat von der Finsternis zu seinem wunderbaren Licht.
1.Petrus 2,9
   

42 - März 2016

Jesus Christus spricht: Wie mich der Vater geliebt hat, so
habe auch ich euch geliebt. Bleibt in meiner Liebe!
Johannes 15,9
   

41 - Februar 2016

Wenn ihr beten wollt und ihr habt einem anderen etwas
vorzuwerfen, dann vergebt ihm, damit auch euer Vater im
Himmel euch eure Verfehlungen vergibt.
Markus 11,25
   

40 - Januar 2016
 
Gott hat uns nicht einen Geist der Verzagtheit gegeben,
sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.
2.Timotheus 1,7
   

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